Wer kennt das nicht? Es ist Sommer, die Sonne scheint, ein Nachmittagsspaziergang in Wald und Wiesen ist angesagt. Und zwischen all diesen bunten Sommerblumen summt und brummt es unaufhörlich. Der erfahrene Spaziergänger und wer genauer hinschaut, sieht Bienen auf der Suche nach Nahrung. Angelockt von den bunten Farben kriechen die arbeitsamen Insekten ganz tief in die Blüten hinein und sammeln den für sie so wichtigen Nektar. Ganz nebenbei bestäuben sie die Pflanzen, tragen den Blütenstaub von einer Pflanze zur nächsten und sorgen so für die Entstehung einer Frucht und für die Samenbildung.

Und die Bienen machen das nicht nur für Blühpflanzen, das gleiche Programm läuft auch im Frühjahr für Obstbäume ab. Die wirtschaftliche Bedeutung der Bienen ist in der Tat enorm, sie sind, weltweit gesehen, eine der wichtigsten Gruppen an Bestäubern, tragen zur Erhaltung vieler Kultur- und auch Wildpflanzen bei und natürlich auch zum Ertrag dieser Pflanzen. Laut Greenpeace hat diese Dienstleistung einen wirtschaftlichen Wert von einer Viertel Billion Dollar, und das jedes Jahr, unentgeltlich.

Dazu kommt die Honigproduktion. In Deutschland halten Imker etwa eine Million Bienenvölker und produzieren ein Fünftel des heimischen Bedarfs des von vielen so geliebten Brotaufstrichs. Und Honigliebhaber können zwischen vielen Sorten wählen, je nach Nahrung der Bienenvölker gibt es Waldhonig, Kleehonig, Akazienhonig und noch viel mehr.

Seit einiger Zeit wird ein verstärktes Absterben von ganzen Bienenvölkern festgestellt, Krankheiten können dafür die Ursache sein, aber auch der einseitige Anbau von Pflanzen, der in der Landwirtschaft immer mehr an Bedeutung gewinnt. Bienen finden so nur kurze Zeit Nahrung von einer Pflanzenart, hungern aber den Rest des Jahres. Umweltgifte und der Klimawandel sind weitere mögliche Ursachen.

Forscher sind sicher, wenn die Bienen aussterben, so sterben auch Menschen. Weniger oder keine Bienen führen zu Ernteausfällen und damit zu Mangelernährung und Hungersnöten. Wenn wir die Bienen erhalten, so retten wir Menschenleben!