Auf der Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten ist der Name Sumatra gleich viermal vertreten, ein trauriger Rekord für die zu Indonesien gehörende Insel. Durch das exzessive Abholzen und die Rodung großer Waldgebiete schrumpft der Lebensraum für viele Tierarten. Außerdem reduzieren Jagd und illegaler Handel mit Jungtieren die Population der Wildtiere zusätzlich. Viele heimische Tierarten sind gesetzlich geschützt, allerdings ist eine effektive Kontrolle nicht möglich.

Die indonesische Regierung hat auf Sumatra und auch in anderen Teilen Indonesiens Schutzgebiete und Naturparks eingerichtet. Sumatra ist mit Abstand die artenreichste Insel mit 176 Säugetier-, 194 Reptilien-, 62 Amphibien- und 320 Vogelarten. Eine Vielfalt, die es zu erhalten gilt, solange es noch nicht zu spät dafür ist.

Besonders stark bedroht sind die in den Wäldern der tropischen Insel lebenden Orang-Utans, aktuell wird von einer Population von nur noch 7000 Tieren ausgegangen. Vor noch 100 Jahren gab es mehr als 35000 dieser schützenswerten Primaten auf Sumatra, eine erschreckende Entwicklung. Die hochintelligenten Menschenaffen, denen sogar ein gewisser Sinn für Humor nachgesagt wird, und wir Menschen haben zu mehr als 96% das gleiche Genmaterial. Es sind nahe Verwandte, die einem ungewissen Schicksal entgegensehen.

Nicht besser ergeht es dem Sumatra-Nashorn, das für seine ungewöhnlichen Laute bekannt ist. Wenn es sich freut, quietscht es vergnügt vor sich hin. Etwa 200 Exemplare gibt es nur noch, die Pflanzenfresser leben als Einzelgänger in den tropischen Regenwäldern er Insel.

Der Sumatra-Tiger, ist die weltweit kleinste Tigerart. Im Gegensatz zu vielen anderen Katzenarten ist er nicht wasserscheu, sondern ein ausgezeichneter Schwimmer, er besitzt sogar Schwimmhäute zwischen den Zehen und jagt in den Sümpfen und Wäldern der Insel. Der Mangel an Beutetieren bereitet den weniger als 400 Tieren aber immer größere Probleme.

Der Sumatra-Elefant ist eine Unterart des asiatischen Elefanten. Zwar gibt es noch etwa 2500 Exemplare dieser Art, aber die Aussichten für die Zukunft sind nicht rosig. Bevor der Mensch so stark in das Leben der Dickhäuter eingegriffen hat, hatten sie wegen ihrer Größe wenig natürliche Feinde.