Es ist in der Tat nicht leicht, ein Elefant zu sein. Die Dickhäuter sind nicht nur die größten und schwersten Landsäugetiere, auch ihr Bestand ist bedroht, die grauen Riesen müssen um ihr Überleben kämpfen.

In Afrika werden jedes Jahr viele Elefanten von Wilderern getötet, die das wertvolle Elfenbein verkaufen wollen. Obwohl der Handel mit den großen Elefantenzähnen heute fast weltweit geächtet ist, stellt er immer noch die größte Bedrohung für die Population der afrikanischen Elefanten dar. Der Lebensraum wird durch weitere menschliche Aktivitäten immer kleiner, Ackerbau, Viehzucht, Abholzung und der Bau von Siedlungen, Straßen und Bahnstrecken zerstören Wander-Routen. Auch das Anwachsen des Elefantentourismus stellt eine Bedrohung dar.

Elefanten sind sehr intelligente Tiere, sie haben ein hochentwickeltes Sozialleben und ein ausgezeichnetes Gedächtnis. Elefantenherden leben im Matriarchat, eine erfahrene Kuh ist das Leittier, das die Herde anführt. Junge Bullen bleiben bis zum Alter von zehn Jahren in ihrer Geburtsherde, danach ziehen sie alleine oder in kleinen Bullengruppen umher.

Als Nahrung nehmen erwachsene Elefanten jeden Tag bis zu 170 Kilogramm Grünzeug zu sich und trinken zwischen 70 und 150 Liter Wasser. Der Dung, etwa zwei Zentner pro Tag, ist ein ausgezeichneter Nährboden für die mit ihm ausgeschiedenen Samen. Elefanten verbreiten auf diese Weise Bäume und andere Pflanzen und erfüllen somit eine wichtige Aufgabe bei der Landschaftspflege.

Das markanteste Erkennungszeichen der grauen Riesen ist der aus Nase und Oberlippe entstandene Rüssel. Er besteht aus etwa 40.000 Muskeln, ist beweglich und ausgesprochen feinfühlig. Die Elefanten nutzen ihn zum Riechen, Tasten, Trinken, als Greiforgan und zur Kontaktaufnahme. Mit ihm können sie Äste an Bäumen erreichen oder Grasbüschel abreißen.

Elefanten haben einen sehr guten Geruchssinn und ein ausgezeichnetes Gehör. Mit Tönen unterhalb der für den Menschen hörbaren Frequenzen verständigen sie sich über große Entfernungen hinweg. Die riesigen Ohren nutzen sie auch zur Kühlung. Die gefährlich anmutenden Stoßzähne sind die beiden verlängerten oberen Schneidezähne, die lebenslang weiterwachsen. Elefanten nutzen sie zum Graben nach Wasser und Mineralien und auch als Waffe bei Rangkämpfen.