Die kleine Raupe Nimmersatt

Nach den Käfern sind Schmetterlinge die artenreichste Ordnung der Insekten. Derzeit sind etwa 160.000 Arten beschrieben, aber jedes Jahr werden mehrere Hundert Arten neu entdeckt. Die Falter gibt es auf allen Kontinenten außer der Antarktis. In Mitteleuropa sind etwa 4.000 Arten bekannt.

Was Schmetterlinge neben der Vielfalt so faszinierend macht, ist ihre Entwicklung über vier Stadien hinweg, vom Ei über die Raupe zur Puppe und schließlich zum Falter, man spricht hier von einer vollständigen Metamorphose. Je nach Art schlüpfen die Raupen bereits nach zwei bis drei Wochen aus dem Ei oder auch deutlich später.

Die Raupe ist das Stadium, in dem Schmetterlinge deutlich wachsen und entsprechend Nahrung aufnehmen müssen. Sie fressen sich quasi bis zum nächsten Stadium durch und häuten sich vier bis fünf Mal, bis ihre endgültige Größe erreicht ist, dabei verdoppelt sich das Volumen der Raupe jeweils. Mit der letzten Häutung beginnt die Verpuppung der Raupe. Dieses Stadium dauert für die meisten Schmetterlinge zwei bis vier Wochen, in denen die Metamorphose zum Schmetterling stattfindet, die Puppe platzt auf und der Falter schlüpft. Aus der unscheinbaren Raupe wird dann oft ein farbenprächtiger Schmetterling.

Auf beiden Seiten seiner vier Flügel hat ein Schmetterling Millionen winziger Schuppen, die dachziegelartig angeordnet sind. Durch diese mikroskopisch kleinen Schuppen entsteht die enorme Vielfalt an Farben und Zeichnungen, die wir bei Schmetterlingen beobachten können. Als der bunteste aller Schmetterlinge weltweit gilt der Regenbogenfalter, mit metallisch glänzenden Flügeln in vielen Farben. Dieses Farbenwunder kann man nur in seiner Heimat Madagaskar bewundern.

Auf Sri Lanka, der Tropeninsel südöstlich von Indien gelegen, gibt es eine Legende, die besagt, dass alle bunten Falter aus dem ganzen Land zum Schmetterlingsberg kommen, um dort zu sterben. Der Schmetterlingsberg, das ist der magisch anmutende, stets von Nebeln verhangene Adam’s Peak. Für Schmetterlingsfreunde ist Sri Lanka in jedem Fall ein lohnendes Urlaubsziel, hier gibt es viele Tag- und noch mehr Nachtfalterarten, viele davon sind endemisch, sie kommen also nur auf Sri Lanka vor.

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