Das Lachen der Filmaffen

In vielen Filmen sind auch Tiere auf der Besetzungsliste. Tiere auf der Kinoleinwand oder auf dem Fernsehschirm sind bei vielen Zuschauern beliebt. Bereits in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts hatten die Darsteller des Dschungelhelden Tarzan einen tierischen Partner. Der Schimpanse Cheeta war so erfolgreich, dass er fast zur Hauptattraktion der Tarzanfilme wurde.

Aus der Sicht des Tierschutzes sind Filmproduktionen gerade mit Primaten mehr als fragwürdig. Die Hauptkritikpunkte sind, dass die Haltung der Filmaffen und ihre Aufgaben bei der Produktion nicht artgerecht sind. Außerdem gibt es negative Auswirkungen auf den Schutz der noch in ihrer natürlichen Umgebung wild lebenden Artgenossen.

Die Szenen und die Handlung in einem Film folgen nicht der natürlichen Lebensweise der Tiere. Hinter jeder Produktion steht ein Drehbuch, das den Ablauf des Geschehens vorgibt. Die Schauspieler müssen sich daran und auch an die Anweisungen des Regisseurs halten. Steht ein Schimpanse auf der Besetzungsliste, gelten die Regeln auch für sie oder ihn. Es mag geringe Abweichungen geben, um die Umsetzbarkeit der Aufgabenstellung zu gewährleisten, aber es gilt, die gewünschte Handlung ablaufen zu lassen, und das bedeutet auch zigfache Wiederholungen, bis die Szene schließlich im Kasten ist.

Beliebt ist das Grinsen der Affen, wenn sie ihre Zähne entblößen. Wir Menschen interpretieren es als Lachen, aber für Schimpansen ist es ein Ausdruck von Unterwerfung oder gar Angst. Werden Tiertrainer eingesetzt, um diesen Ausdruck auf Kommando zu erhalten? Oder versetzt man die Tiere bewusst in Angst, bis die Aufnahmen perfekt sind? Gerade die Vermenschlichung von Schimpansen in Filmszenen verhindert bei Zuschauern die Wahrnehmung, dass diese Affenart ebenso vom Aussterben bedroht ist wie die Orang-Utans. Wie kann ein Tier bedroht sein, wenn es so unbeschwert in Sportkleidung durch die Handlung rennt und sich frühmorgens zusammen mit seiner Menschenfamilie die Zähne putzt?

Tierschützer und Forscher fordern daher schon lange ein Ende von nicht artgerechten Auftritten von Tieren in Filmproduktionen. Diese Art von Tierquälerei vor aller Augen muss nicht sein!

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